| Musik: |
Frank Wildhorn
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| Text: |
Jack Murphy, zusätzliche Texte von Nan Knighton
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| Buch: |
Jack Murphy
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| ErstauffĂĽhrung: |
26.05.2006 Operett SzĂnház, Budapest
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| Inhalt |
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1. Akt Kronprinz Rudolf und seine Frau Stephanie bereiten sich auf die Einweihung des Wiener Burgtheaters vor. Ihr Verhältnis zueinander ist sehr gespannt. Während die geladenen Gäste die Elektrifizierung des Theaters feiern macht das einfache Volk seinem Unmut Luft. Ministerpräsident Eduard Graf Taaffe und Kronprinz Rudolf begrüßen sich kühl. Taaffe ist erzkonservativer Traditionalist und der Gegenspieler Rudolfs. Als die Operette „Wiener Schmäh“ aufgeführt wird, stürmt ein Arbeitermädchen die Bühne und erschießt sich vor den Augen des Publikums. Panik bricht aus, in der Rudolf zu dem sterbenden Mädchen geht während Graf Taaffe bereits die Beseitigung dieser „Unannehmlichkeit“ veranlasst hat. Von der anderen Seite kommt Mary Vetsera zu dem Mädchen. Auf Rudolfs Frage „Warum nur?“ antwortet sie „Manchmal ist es besser sofort zu sterben, als jeden Tag ein bisschen!“. Rudolf ist entsetzt. Kaiser Franz Joseph ist aufgebracht über den Vorfall und tadelt Taaffe. Vielmehr ärgert ihn aber ein Artikel eines Julius Felix im Wiener Tagblatt. Taaffe vermutet hinter Julius Felix Rudolfs Cousin Erzherzog Johann Salvator. Franz Joseph nennt den Artikel Hochverrat. Er vermutet auch bei seinem Sohn Rudolf solch „liberale Hirngespinste“: Franz Joseph macht Rudolf klar, dass er nicht der Sohn ist, den er sich gewünscht hat. Rudolf versucht vergeblich seinem Vater seine Vorstellungen und Gedanken beizubringen. Franz Josef bricht die Diskussion ab. Eine Woche später vor einem Damenmodengeschäft liest Mary voller Begeisterung ihrer Tante, Gräfin Larisch, einen Artikel von Julius Felix vor. Die wiederum ist mehr daran interessiert ihre Nichte mit dem Herzog von Braganza zu vermählen. Im Damenmodengeschäft gibt sie ihr daher noch einige Tipps, wie sie einem Mann am besten den Kopf verdrehen kann. Mary aber sehnt sich nach der wahren Liebe. Im Apartment von Rudolf und Stephanie. Anlässlich des Empfangs für den neuen Deutschen Kaiser, Wilhelm II. findet ein Ball statt. Stephanie erinnert ihren Mann daran, Wilhelm zu seinem fünften Kind zu gratulieren und lässt es sich nicht nehmen, Rudolf Vorhaltungen zum fehlenden Habsburger Nachfolger zu machen. Während Wilhelm bereits mit 29 Jahren Kaiser des Deutschen Reiches wurde, witzeln der Prinz von Wales und Rudolf während des Balls darüber, wohl ewig auf den Thron warten zu müssen. Auch Mary ist auf dem Ball und Rudolf bittet sie zum Tanz. Ihre anfängliche Reserviertheit schwindet, als sie bemerkt, dass auch Rudolf die Artikel von Julius Felix kennt und sogar zitieren kann. Stephanie kommt zu den beiden und spöttelt über Rudolfs Avancen doch Mary ist sehr schlagfertig und weis sich zu wehren. Später am Abend geht Rudolf zusammen mit dem Prinz of Wales und Wilhelm II. in den Salon Apokalypse. Wilhelm und Edward amüsieren sich köstlich. Nur Rudolf scheint abwesend. In der Hofburg hat Ministerpräsident Taaffe Moriz Szeps, den Redakteur des „Neuen Wiener Tagblatts“, in dem die Artikel von Julius Felix erscheinen, herbei zitiert. Er lässt Szeps noch eine Weile warten während er einen neuen Spitzel belehrt. Taaffe droht Szeps. Als Szeps gegangen ist, beauftragt er einen Spitzel, die Redaktion durch nationalistische Anhänger zerstören zu lassen, um von einem eventuellen Zusammenhang mit dem Kaiserhaus abzulenken. Am nächsten Tag treffen sich Szeps, Andrassy, der Anwalt Vogelsang und Clemenceau in der zerstörten Redaktion. Rudolf und der Prinz of Wales kommen ebenfalls – alle inkognito. Clemenceau hat ein Dokument dabei, auf dessen Basis eine neue Allianz, ohne Preußen, begründet werden soll. Sie drängen Rudolf, den Pakt zu unterzeichnen. Doch das wäre Hochverrat – er lehnt ab. Kurz nachdem alle, bis auf Rudolf, die Redaktion verlassen haben tritt Mary ein, um eine Annonce aufzugeben. Sie möchte dringend Julius Felix kennenlernen. Rudolf gibt sich als Julius Felix zu erkennen. Rudolf und Mary haben ein Rendezvous auf dem Eislaufplatz. Rudolf macht Mary darauf aufmerksam, dass sie von Taaffes Spitzel beobachtet werden. Rudolf ist gelöst und sehnt sich nach einem Ort, der nicht kompliziert ist – Mayerling. Im Konferenzzimmer der Hofburg. Taaffe informiert den Kaiser über ein Gerücht, wonach sich ein Bündnis formiert hat, das eine Allianz mit Frankreich und Großbritannien favorisiert. Auch Julius Felix spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Doch nicht Johann Salvator scheint dahinter zu stecken, sondern der Kronprinz. Rudolf kommt hinzu und möchte mit seinem Vater über seine Ansichten sprechen. Der hält ihm vor, dass er lieber einen Sohn wie Wilhelm hätte – die totale Erniedrigung vor Ministerpräsident Taaffe. Ein paar Wochen später im Prater versucht Rudolf Mary davor zu warnen, welche Gefahren auch ihr drohen würden, wenn sein politisches Streben bekannt werden würde. Doch Mary ermutigt ihn sich selbst zu trauen.
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2. Akt In der Nacht. Rudolf wälzt sich ruhelos im Bett hin und her. Er hat einen Alptraum in dem er Taaffe sieht, der alle Fäden in der Hand hat und auch den Kaiser manipuliert. Jeder der ihm in die Quere kommt wird als „Rebell“ hingerichtet. Die Marionetten tanzen nach seinem Takt. Als auch Mary ihm zum Opfer fällt, wacht Rudolf schreiend auf. Mary setzt sich erschrocken neben ihm auf und beruhigt ihn. Da es schon Morgen ist, kleidet sich an und macht sich bereit zum Gehen. Rudolf schenkt ihr einen Ring in dem „In Liebe vereint bis in den Tod“ eingraviert ist. Er legt ihn ihr an einer Kette um den Hals. Gerade als Rudolf Mary einen stürmischen Abschiedskuss gibt, platzt Stephanie herein. Sie ignoriert Mary und macht Rudolf verbittert klar, dass sie die künftige Kaiserin von Österreich-Ungarn sein wird und dieses Recht nicht aufgibt. Einige Tage später wird Rudolf in die Räume seines Vaters gerufen. Franz Josef macht ihm bittere Vorwürfe, weil Rudolf den Papst um die Annullierung seiner Ehe ersucht hat. Franz Josef muss erkennen, dass es sich nicht um eine bloße Liebelei handelt. Rudolf möchte Mary heiraten und legitime Kinder mit ihr haben. Ja sogar seine Titel und Ämter will er nieder legen. Der Kaiser ist außer sich und droht letztlich sogar Mary und deren Familie. Schließlich verpasst er Rudolf einen Maulkorb und verbietet ihm alle öffentlichen Auftritte. Rudolf resigniert. Der Kronprinz verzweifelt über der großen Bürde, Thronfolger zu sein. Er geht zu Mizzi Caspar in den Salon Apokalypse, um sich ablenken zu lassen. Dort macht man sich lustig über den Selbstmord zweier Liebender, über den in der Zeitung berichtet wird. Rudolf, nicht mehr ganz nüchtern, schießt mit seinem Revolver in die Decke. Im darauf folgenden Trubel steht plötzlich Mary vor ihm. Sie hat ihn seit zwei Wochen gesucht und macht ihm klar, dass sie an seiner Seite bleiben wird, weil sie ihn liebt. Über sein Selbstmitleid sagt sie ihm, „dass es Zeit sei, nicht mehr den Prinzen zu spielen, sondern ein Prinz zu sein". Auf der Industriellen Ausstellung wird Graf Taaffe in dessen Eröffnungsrede von Rudolf unterbrochen. Rudolf beginnt zögerlich seine Rede und gewinnt immer mehr an Selbstsicherheit. Mit Enthusiasmus spricht er von dem Wandel, den das neue Jahrhundert mit sich bringen wird. Seine Rede wird jubelnd von den Gästen aufgenommen. Unter den Gästen ist auch Marie Larisch, die sich Sorgen um den Kronprinzen macht. Mary trifft in der Augustinerkirche auf Stephanie. Sie begegnen sich mit Respekt und die betrogene Ehefrau erklärt der jungen Liebenden, wie es ist, mit Rudolf zu leben. Taaffe lässt sich in der Hofburg von seinen Spitzeln Bericht erstatten. Er hat Mary in der Hofburg zitiert. Durch Bestechungen und Drohungen gegen ihre Familie versucht er Mary von Rudolf abzubringen, aber Mary lässt sich nicht einschüchtern. Im Apartment von Gräfin Larisch erscheint Rudolf und übergibt ihr einen Brief für Mary. Er möchte, dass Mary Wien verlässt, da sein eigenes Handeln zur Gefahr für Mary und deren Familie geworden ist. Kaum hat er das Apartment verlassen stürzt die aufgebrachte Mary herein. Gräfin Larisch versucht erneut, Mary zu einer Heirat mit dem Herzog von Braganza zu überreden, aber Mary möchte mit Rudolf zusammen sein. Marie Larisch händigt ihr darauf hin den Brief von Rudolf aus. Mary erkennt, dass Rudolf nun das tut, wozu sie ihn ermutigt hat – ganz er selbst zu sein. Mary nimmt Rudolfs Ring von ihrem Hals und steckt ihn in einen Umschlag. Rudolf unterzeichnet und siegelt das Abkommen für ein neues Europa und übergibt es in der roten Kassette an den Anwalt Vogelsang. Doch der reicht es an den Ministerpräsident Taaffe weiter, von wo es letztendlich beim Kaiser landet. Der öffnet die Kassette und entnimmt ihr „Die Verfassung für ein neues liberales Europa“. Franz Josef scheint verunsichert, beordert seinen Sohn Rudolf zu sich und verbrennt währenddessen das Dokument. Als Rudolf das Zimmer betritt, sieht er die rote Kassette und erkennt den Verrat. Der Vater sagt sich von seinem Sohn los und befiehlt ihn am Abend in preußischer Uniform in die Deutsche Botschaft. Nachdem der Kaiser den Raum verlassen hat, übergibt Taaffe Rudolf den Brief von Mary mit sarkastischen Bemerkungen. Mary ist derweil am Bahnhof, um Wien zu verlassen. Der Zug fährt mit viel Dampf und Rauch im Bahnhof ein und Mary verschwindet. Rudolf verpasst den Zug nur knapp und ist verzweifelt. Doch da taucht Mary aus dem Dampf auf. Beide versichern sich ihre Liebe. Auf seine Frage, warum sie geblieben ist antwortet Mary „weil ich ohne dich tot bin“. Gemeinsam gehen sie nach Mayerling. Im Schlafgemach löschen sie alle Kerzen. Rudolf steckt Mary den Ring an den Finger und beide küssen sich. In der Dunkelheit der Nacht fallen zwei Schüsse.
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| Titelliste |
[nach oben] |
| 1. Akt |
2. Akt |
| Viennese Specialties / Ez Bécs! |
The Master of the Strings / A mester és a drót |
| Curtain Up / A város ünnepel! |
It Will Be Me! / Nem más, mint én! |
| Mary's Theme / Mária dala Mary |
New Boy In Town / Kiskatonám |
| The Men Who We've Become (You Never Listen) / Mért nem ért meg engem |
Measure Of A Man / Így vagyok csak én |
| An Ordinary Man / Hétköznapi hõs |
The Steps of Tomorrow / A holnap hĂdja
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| Prince of Wales' Ball / A walesi herceg bálja |
Only Heroes Dare / Csakis az lesz hõs |
| Something More / Ez most más |
Maintain the State / A rend a fõ! |
| Finish What You've Started / Fejezze be, kérem! |
The Writing's on the Wall / Ez szimpla egyszeregy |
| How Will I Know? / Mondd, mit tegyek? |
Can I Say Goodbye? / Ez a perc úgy fáj |
| Fear And Desire / Kétség és ábránd |
A Leaf in the Wind / Akár az õszi levél
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| The Tra-La-La Ice Skating Song / Trallalla-dal |
I Was Born to Love You / Te értem születtél
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| The Moment I Saw You / Kettõnk közt nemrég |
The Fourth Dimension Ball / A Negyedik dimenzió bálja
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| A Better Life / A nemzet hĂv |
Only Love (reprise) / Szerelem vár Ă©s semmi más (reprĂz) |
| Bird Dog / Nyulak és vérebek |
Viennese Specialties (reprise) / Ez BĂ©cs! (reprĂz) |
| Only Love / Szerelem vár és semmi más |
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Premierenbesetzung |
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| Rolle |
Darsteller(in) |
| Erzherzog Kronprinz Rudolf |
Attila Dolhai |
| Baronesse Mary |
Vetsera   Bernadett Vágó |
| Eduard Graf Taaffe, Ministerpräsident |
Tamás Földes |
| Kaiser Franz Joseph I. |
Attila Németh
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| Marie Gräfin Larisch |
Kata Janza |
Kronprinzessin Stephanie
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Lilla Polyák
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| Johann Pfeifer |
Zoltán Bereczki
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| Moritz Szeps |
Lajos Csuha |
Josef Bratfisch
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Péter Marik |
Schön zu wissen... |
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Dieses Musical basiert auf dem Roman “Ein letzter Walzer. Wien 1888/1889“ von Frederic Morton. Es wurde von den Vereinigten Bühnen Wien in Auftrag gegeben, die auch die Rechte am Stück inne haben und war von Beginn an für das Raimund Theater geplant. Am 28.02.2009 feiert es seine Uraufführung am Raimund Theater als „Rudolf – Affaire Mayerling“ in der „Wiener Fassung“. Dort waren die Hauptrollen hochkarätig besetzt: Kronprinz Rudolf-Drew Sarich, Mary Baronesse Vetsera-Lisa Antoni, Eduard Graf Taaffe, Ministerpräsident-Uwe Kröger, Kaiser Franz Joseph-Claus Dam, Marie Gräfin Larisch-Carin Filipcic, Kronprinzessin Stephanie-Wietske van Tongeren.
Das Stück ist nicht autobiografisch. Durch die versuchte Vertuschung des Todes von Kronprinz Rudolf ist nur sehr wenig der Wahrheit bis heute rekonstruiert. Beide stürzten sich erst 14 Tage vor ihrem Tod in ihre Liebesaffäre. Im Stück hustet Rudolf immer wieder und trinkt aus einem Flachmann seine „Medizin“. Kronprinz Rudolf litt tatsächlich an einer unheilbaren und rasch fortschreitenden Krankheit, der Syphilis. Im Stück ist das nurmehr zu erahnen. Seine „Medizin“ war ein Gemisch aus Champagner und Cognac. |
Auszeichnungen |
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Aktuelle Spielstätte(n) |
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Veröffentlichungen |
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RUDOLF - Original Wien Cast, CD-Single 2009 Rudolf Affaire Mayerling - Das Musical - Live aus dem Raimund Theater, DVD 2009 |
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