We Will Rock You (2005) - Original Köln Cast
Montag, 03. August 2009
WWRY - Bild: Stage EntertainmentKnappe vier Jahre lang ertönte der Titelsong des Queen-Musicals beim großen Finale auf der Bühne des Musical Domes in Köln und brachte das Publikum spätestens zu diesem Zeitpunkt zum Mitrocken. Damit der Zuschauer das Live-Erlebnis auch zu Hause nochmals nachempfinden kann, wurde die deutschsprachige Version des Musicals im Frühjahr 2005 aufgenommen und knapp drei Monate später als CD veröffentlicht.

Die Rolle des Galileo Figaro teilen sich - wie auch schon auf der Bühne des Kölner Musical Dome - die beiden damaligen Erstbesetzungen Alex Melcher und Serkan Kaya. Die Songs wurden dann auch nach den jeweiligen Stärken der beiden Darsteller eingeteilt. Während Alex Melcher bei den Songs „I want to break free“, “Hammer to fall” „We will rock you“ und „We are the Champions“ mit seiner perfekten Rockstimme überzeugt, bekam der Serkan Kaya mit „Under Pressure“, „Headlong“, „Crazy Little Thing called Love“, „Who wants to live forever“ und „Bohemian Rhapsody“ die gesanglich anspruchsvolleren Songs zugeteilt, mit denen auch er zu begeistern versteht. Es ist also wie bereits beim Live- Erlebnis für jeden Geschmack etwas dabei.

Als witzig-freche Scaramouche ist auf der Aufnahme Vera Bolten zu hören. Ihre große Stärke liegt eindeutig im Schauspiel, welches auf der CD naturgemäß wegfällt. Und so bleibt sie daher auch mit ihrer gesanglichen Leistung ein wenig hinter der ihrer Bühnenpartner zurück. Zwar bringt sie ihre Songs mit kraftvoller Stimme rüber, doch ihre sehr prägnante Stimmfarbe ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack.

Das genaue Gegenteil ist bei Brigitte Oelke als Killerqueen der Fall, die hauptsächlich durch ihre fantastische Stimme zu begeistern vermag. So beeindruckt sie vor allem bei „Another One Bites the Dust“, „Fat Bottomed Girls“ und dem stimmgewaltigen Duett „A Kind of Magic“ mit Martin Berger. Dieser hat in der Rolle des Kommandanten Khashoggi eigentlich viel zu wenig Gelegenheit seine fantastische Stimme zu präsentieren. Wenn er diese jedoch erhält, gelingt ihm dies beispiellos.

In leider ebenfalls viel zu kleinen Rollen können auch Michaela Kovarikova als Ozzy, David-Michael Johnson als JB und James Sbano als Bap ebenso begeistern wie das stimmgewaltige Ensemble. Eine besondere Erwähnung verdient zudem die fantastische Band, die wohl das Herzstück des Musicals und damit auch dieser Aufnahme ausmacht und in unvergleichlicher Weise den Sound von Queen auf die Bühne zaubert.

Alles in allem kann daher hier von einer sehr gelungenen Aufnahme gesprochen werden, die vielleicht nicht das ganze Live-Erlebnis nach Hause bringt, aber diesem schon sehr nahe kommt und daher ein absolutes Muss für jeden Fan dieses Musicals oder der Musik von Queen ist. (ds)